Beilackierung in der Unfallabwicklung: Anwalt, Rechtsanwalt, Fachanwalt Verkehrsrecht Stuttgart

Anwalt, Rechtsanwalt, Fachanwalt Verkehrsrecht Tilo Neuner-Jehle

Spezialist für Unfallabwicklung berät kompetent und qualifiziert : Fachanwalt für Verkehrsrecht Stuttgart Tilo C.L. Neuner-Jehle

 

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Beilackierung bei Reparatur des Unfallfahrzeugs

Das Problem der Beilackierung besteht dann, wenn das Unfallfahrzeug repariert und dann lackiert wird, jedoch der Lack an nicht beschädigten Fahrzeugteilen u.a. witterungsbedingt aufgebleicht ist und die nachlackierten Unfallteile sodann Farbaweichungen zum Restlack aufweisen.

Dieses Problem wird in einer guten Werkstatt derart gelöst, dass der Lackierer eine Farbangleichung vornimmt, welche im Fachjargon als sog. "Beilackierung" bezeichnet wird.

 

Nachdem die Beilackierung jedoch weitere Arbeitsschritte mit sich bringt, werden hierdurch die Kosten der Reparatur etwas höher. Die Schadensversicherer versuchen nun, die Kosten einer solchen Beilackierung aus der Reparaturrechnung abzuziehen mit der Begründung, eine solche sei nicht nötig gewesen.

Dem widersprechen jedoch die Mehrzahl der Gerichte !

Kosten der bei Lackierung bei fiktiver Schadensabrechnung sind zu erstatten

AG Hagen, Urt.v. 12.01.18 -144 C 42/17- Die Verkehrsanwältin 2018, 78

auch im Fall der fiktiven Abrechnung können die Kosten der bei Lackierung ersetzt verlangt werden, soweit für den Fall der sach- und fachgerechten Reparatur deren Durchführung überwiegend wahrscheinlich ist.

Der Aufschlag auf die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers kann fiktiv ersetzt werden, wenn ein solcher Aufschlag ortsüblich ist.

Kosten der bei Lackierung bei konkreter Abrechnung

Kosten der bei Lackierung bei konkreter Abrechnung

AG Überlingen, Urt.v. 12.07.2017 -2 C 57/17- Die Verkehrsanwältin (DV) 2018, 15

Sieht das vom Geschädigten beauftragte Sachverständigengutachten einem bei Lackierung vor und lackiert die hiernach beauftragte Werkstatt auch bei, sind diese Kosten im Rahmen der subjektbezogenen Betrachtungsweise ein aus Sicht des Geschädigten erforderlicher Schaden, ohne dass es darauf ankommt, ob dies aus technischer Sicht erforderlich war.

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